Warum der KI-Hype vorbei ist – und das eine gute Nachricht ist

Die KI-Welt ist leiser geworden. Warum genau das der richtige Moment ist, um anzufangen – ohne Aktionismus, mit Strategie.
Warum der KI-Hype vorbei ist – und das eine gute Nachricht ist

Der Hype ist vorbei. Endlich.

Zwei Jahre lang war KI das Thema auf jeder Konferenz, in jedem Newsletter, auf jedem LinkedIn-Feed. Jedes zweite Startup war ein «KI-Startup». Jede Agentur hatte plötzlich einen «AI Lead». Und jeder zweite Post versprach, dass KI Ihr Unternehmen «revolutionieren» werde.

Jetzt, Anfang 2026, ist es stiller geworden. Und das ist keine Krise – das ist ein Reifeprozess.

Was sich verändert hat

Die Ernüchterung hat einen einfachen Grund: Viele Unternehmen haben KI ausprobiert – und gemerkt, dass ein ChatGPT-Abo allein noch keine Transformation ist. Der Chatbot im Kundendienst, der mehr Frust als Nutzen brachte. Der Content-Generator, dessen Texte alle gleich klangen. Die Automatisierung, die niemand im Team nutzen wollte.

Das ist kein Scheitern der Technologie. Das ist das Scheitern von Aktionismus ohne Strategie.

Gleichzeitig ist etwas anderes passiert: Die Werkzeuge sind erwachsen geworden. KI-Agenten können heute eigenständig Aufgaben über mehrere Systeme hinweg ausführen – nicht perfekt, aber brauchbar. Bildgenerierung liefert Ergebnisse, die vor zwei Jahren undenkbar waren. Und die Kosten für den Einstieg sind so tief wie nie.

Was das für KMU bedeutet

Die gute Nachricht: Sie haben nichts verpasst. Im Gegenteil – wer jetzt einsteigt, hat bessere Karten als die Frühstarter. Warum?

Die Tools sind ausgereift. Sie müssen nicht mehr mit Beta-Versionen kämpfen und hoffen, dass beim nächsten Update nicht alles anders aussieht.

Die Use Cases sind bewiesen. Sie müssen nicht mehr raten, wo KI hilft. Es gibt konkrete Beispiele aus echten Unternehmen – auch aus KMU.

Der Markt erwartet Substanz, nicht Visionen. Kein Kunde ist mehr beeindruckt, weil Sie «KI einsetzen». Kunden erwarten, dass es funktioniert. Und genau das können Sie jetzt liefern.

Was ich in meiner eigenen Firma sehe

Ich setze seit Jahren KI in meiner Produktionsfirma Soda Film ein. Die ehrliche Bilanz: Die grössten Fortschritte kamen nicht aus dem neuesten Tool, sondern aus dem konsequenten Einsatz bewährter Workflows. Ein KI-gestützter Redaktionsprozess, der tatsächlich im Alltag funktioniert, ist mehr wert als zehn experimentelle Spielereien.

Was sich 2026 für mich geändert hat: Ich teste weniger neue Tools und optimiere mehr bestehende Abläufe. Das klingt weniger sexy als «wir nutzen jetzt Agent AI» – aber es spart meinem Team jede Woche Stunden.

Was Sie morgen anders machen können

Hören Sie auf, dem Hype hinterherzurennen. Stellen Sie sich stattdessen drei Fragen:

Wo verliert mein Team heute die meiste Zeit mit repetitiver Arbeit? Genau dort liegt Ihr KI-Potenzial.

Welche Prozesse sind so stabil, dass eine Automatisierung sich lohnt? KI funktioniert am besten in vorhersehbaren Abläufen, nicht im Chaos.

Wer in meinem Team ist offen genug, um als Erster damit zu arbeiten? Ohne einen internen Champion bleibt jedes Tool eine Shelfware.

Fangen Sie klein an. Ein Workflow, ein Team, ein messbares Ergebnis. Wenn das funktioniert, kommt der Rest von allein.


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Jede Woche Erkenntnisse aus meiner Arbeit mit KI: Was funktioniert, was nicht, und was für Ihr Unternehmen relevant ist.

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