6 KI-Tools, die ich in meiner Firma täglich nutze
1. Claude – mein Denkpartner
Wenn ich ein Konzept entwickle, ein Drehbuch strukturiere oder eine Projektplanung aufsetze, ist Claude mein erster Sparringpartner. Nicht weil es perfekte Texte ausspuckt, sondern weil es mitdenkt. Ich nutze Claude für alles, wo ich Struktur in komplexe Gedanken bringen muss: Strategiepapiere für Kunden, Angebotskonzepte, redaktionelle Planung.
Warum Claude und nicht ChatGPT? Claude versteht Kontext besser über lange Gespräche hinweg, halluziniert weniger und hat einen Schreibstil, der näher an meinem eigenen liegt. Für analytische und konzeptionelle Arbeit ist es mein Favorit.
Was mich überrascht hat: Wie gut Claude als Projektplanungs-Tool funktioniert. Aufgaben aufschlüsseln, Abhängigkeiten erkennen, Timelines vorschlagen – das spart mir echte Stunden.
2. Nano Banana – schnelle Bilder, überraschend gut
Googles Bildgenerator auf Basis von Gemini ist mein Go-to für schnelle visuelle Ideen. Thumbnail für einen Social-Media-Post? Moodboard für einen Kunden-Pitch? Konzeptbild für ein Storyboard? Nano Banana liefert in Sekunden brauchbare Ergebnisse – und die Charakter-Konsistenz ist beeindruckend.
Wofür ich es nutze: Schnelle Iterationen, wenn ich eine visuelle Idee testen will, bevor ich sie in ComfyUI verfeinere. Auch für Image-to-Image-Bearbeitung – Hintergrund ändern, Stimmung anpassen, Varianten generieren.
Ehrliche Einschränkung: Für finalen, produktionsreifen Output reicht es noch nicht immer. Aber als Ideenbeschleuniger ist es unschlagbar.
3. FLUX 2 – wenn es präzise sein muss
FLUX ist mein Arbeitspferd für hochwertige Bildgenerierung. Wo Nano Banana schnell und gut ist, ist FLUX präzise und kontrollierbar. Besonders bei Produktbildern, Kampagnenvisualisierungen und allem, wo der Kunde ein Ergebnis erwartet, das direkt verwendbar ist.
Der Unterschied zu Midjourney: Mehr Kontrolle über Details, bessere Prompt-Treue, und ich kann es lokal nutzen – ohne auf einen Discord-Server angewiesen zu sein.
Mein Setup: FLUX läuft bei mir über ComfyUI, wo ich eigene Workflows gebaut habe. Dazu gleich mehr.
4. ComfyUI – die Schaltzentrale
ComfyUI ist kein einzelnes Tool, sondern mein gesamtes KI-Produktionssystem. Hier laufen FLUX, verschiedene LoRAs, Video-Modelle und 3D-Workflows zusammen. Was auf den ersten Blick komplex aussieht, ist im Alltag eine riesige Zeitersparnis – weil ich einmal gebaute Workflows immer wieder verwenden kann.
Was ich damit mache: Bildgenerierung mit FLUX oder WAN, Video-Generierung mit aktuellen Modellen wie zum Beipiel QWEN, Charakter-Konsistenz über mehrere Szenen, und seit kurzem erste Experimente mit 3D-Generierung.
Für wen ist das relevant? Wenn Sie mehr als gelegentlich KI-Bilder oder -Videos brauchen, lohnt sich der Einstieg. Für den Gelegenheitsnutzer ist es Overkill – da reicht Nano Banana oder ein Online-Tool.
5. NotebookLM – Recherche auf Steroiden
Google's NotebookLM hat verändert, wie ich recherchiere. Ich lade Dokumente, PDFs, Artikel oder ganze Studien hoch und kann sie dann im Gespräch auswerten. Statt stundenlang Quellen zu durchforsten, stelle ich gezielte Fragen – und bekomme Antworten mit direkten Verweisen auf die Originalstellen.
Mein Lieblings-Use-Case: Vorbereitung auf Kundengespräche. Branchenreports, Wettbewerberanalysen, technische Dokumentationen – alles rein, dann gezielt die relevanten Insights rausholen. In 20 Minuten statt in einem halben Tag.
Der Podcast-Trick: NotebookLM kann aus Ihren Dokumenten einen KI-generierten Podcast erstellen. Klingt nach Spielerei, ist aber erstaunlich nützlich, um komplexe Inhalte im Ohr zu haben, während man etwas anderes tut.
6. ElevenLabs – professionelle Stimme auf Knopfdruck
Voice-Over für Erklärvideos, Prototypen für Kundenpräsentationen, oder mehrsprachige Versionen eines Schulungsvideos – ElevenLabs liefert Sprachausgabe, die kaum noch von echten Sprechern zu unterscheiden ist.
Wo es echten Wert schafft: In der Prototyping-Phase. Früher musste ich für ein Konzeptvideo die Voice-over selbst einlesen. Jetzt generiere ich eine überzeugende Demo-Version mit ElevenLabs und buche den Sprecher erst für die finale Produktion - wenn überhaupt.
Wo ich bewusst darauf verzichte: Bei Endprodukten, wo die persönliche Note zählt. KI-Stimmen sind gut, aber ein erfahrener Sprecher bringt Nuancen, die kein Algorithmus kann. Der Einsatz von echten Sprechern bleibt wichtig – gerade in einer Zeit, in der die Branche zu Recht um ihre Existenz kämpft.
Was alle sechs gemeinsam haben
Keines dieser Tools hat mein Team ersetzt. Jedes einzelne hat mich schneller gemacht, wo es vorher langsam war – und hat Zeit freigeschaufelt für die Arbeit, die wirklich zählt: Strategie, Kreativität, Kundenbeziehung.
Mein wichtigster Tipp: Fangen Sie nicht mit sechs Tools gleichzeitig an. Nehmen Sie eines, das Ihr grösstes Zeitproblem löst. Arbeiten Sie einen Monat damit. Wenn es funktioniert, kommt das nächste dazu.
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